Fünf Minuten oberhalb der Hütte überqueren wir den Dorferbach auf
einer Brücke und steigen den steilen Zickzack Weg Nr.514 (Wilhelm-Ernst-Weg) zum
Stotzboden auf. Die Hochalm erreichen wir nach einer knappen Stunde. Von hier führen
Markierungen und Weganlagen zunächst gemächlich über einen Grasrücken, später steiler
über Schrofen ansteigend in 2½ Std. von der Hütte auf den Spinnevitriolkopf
(2483
m). Er bietet einen schönen Ausblick auf die Gletscherwelt der Glocknergruppe
(Bild) und einen
Tiefblick auf den 600 m tiefer liegenden Dorfersee. Hier finden sich aber auch die sog.
Näpfchensteine, mit Aushöhlungen, die prähistorischen Kulturen zugeschrieben werden.
Gehen wir ein paar Minuten weiter, erreichen wir auf einem kleinen Sattel mit Wegweiser den Silesiaweg" (Nr. 517), der links Richtung Sudetendeutsche Hütte und rechts (nach Norden) ins obere Dorfertal führt. (Richtungsangabe: Kalser Tauern, Rudolfshütte)
Vielleicht machen wir zunächst noch einen Abstecher zum Schwarzsee (Von hier hin und zurück 1½ Std.) Dieser ist der höchste Bergsee im Naturpark. Wir gehen nach links auf dem Silesiaweg" ca. 10 min bis zu einem Bach. Wir können ihm zum See folgen oder noch 10 Minuten weitergehen, wo ein Wegweiser rechts aufwärts zum See weist. Da dieser noch etwas höher liegt als der Spinnevitrol ist der Ausblick zum Glockner noch umfassender. Wir gehen wieder zurück zum Sattel und folgen jetzt dem Steig ins obere Dorfertal.
Er führt im obersten Teil durch sehr steiles Gelände und kann da
auch etwas rutschig sein. Im frühen Sommer sind evtl. noch Schneefelder zu queren.
Das erfordert einige Vorsicht.
Der Weg führt am Hang über dem Dorfer See entlang und senkt sich dann, eine
breite Hangrampe nutzend, zum Dorfertal ab.
Am Talboden angekommen müssen wir noch den Dorferbach überqueren (ohne Brücke !).
Wir erreichen dann den vom Kalser Tauern kommenden Weg Nr. 711 und gehen am Dorfersee vorbei in 1½ Std. zum Kalser Tauernhaus zurück.
Ges. Gehzeit: ca. 5½ Std. ohne Schwarzsee.
Natürlich kann man die Tour auch anders herum gehen.