In den Jahren 1928 1930
erbauten Kalser Bergführer als Stützpunkt für ihre Glocknertouristen das Kalser
Tauernhaus. Zwei Fotos zeigt die erste Einweihung am 28. Juni 1931. Eröffnet
wurde das Haus, wie das erste Hüttenbuch ausweist, aber schon ein Jahr früher.
1962 kaufte die DAV-Sektion Mönchengladbach, damals 400 Mitglieder stark, das Haus,
begann mit der Sanierung und führt es seit dem als Alpenvereinshütte.
Das dritte der nebenstehenden Bilder zeigt die feierliche Schlüsselübergabe
1963 durch Hans Oberhauser, Miterbauer und damaligen Bergführerobmann an Adi
Neuenhofer, den ersten Hüttenwart der Sektion.
In den siebziger und achtziger Jahren drohte das ganze Dorfertal einem Stauseeprojekt
zum Opfer zu fallen. Das ganze Tal und mit ihm das Kalser Tauernhaus wäre in diesem See
versunken. Erst 1989 wurde dieses Projekt zurückgezogen. Statt dessen wurde das
Dorfertal in den damals neu entstehenden Nationalpark Hohe Tauern einbezogen.
Trotz der noch unklaren Zukunft wurden an dem Haus bereits Dach, Fußboden
und 1986 der ganze Anbau mit Wasch- und Sanitärräumen erneuert. Das Ereignis wurde dann mit einem großen Fest gefeiert, vor der
Hütte und in allen Räumen. (Bild)
Das war aber nur ein Teil des Sanierungsbedarfes, der sich über Jahrzehnte
aufgestaut hatte. Als dann feststand, daß die Hütte bleiben konnte, haben die Sektion
und der deutsche Alpenverein große Anstrengungen unternommen, um das Haus
weiter zu modernisieren.
Zwischen 1990 und 2000 wurden 2 "Großprojekte" realisiert, die
vollbiologische Abwasseraufbereitung und das Wasserkraftwerk zur
umweltfreundlichen Energiegewinnung, letzteres gemeinsam mit dem benachbarten
Gemeinschaftsalmbetrieb.
Die beiden technischen Anlagen sind für den Besucher des Tales praktisch
unsichtbar.
Mit diesen und zahlreichen weiteren Projekten der letzten Jahre innerhalb und
außerhalb des Hauses ist es gelungen, dieses in den heutigen guten
Zustand zu versetzen.
2006 wurde die Hütte mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine als
"Umweltfreundliche Hütte" ausgezeichnet.
Das Bild rechts zeigt die Verleihung auf der DAV-Hauptversammlung 2006 in Bad
Kissingen durch den Präsidenten des DAV, Prof. Dr. Heinz Röhle und den
Bayerischen Staatsminister Dr. Werner Schnappauf an Karl Baumann, 1.
Vorsitzenden der Sektion, sowie unsere Hüttenwirte Gerlinde und Peter Gliber
aus Kals. (Personen von rechts nach links)